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Das kulturelle Angebot von Mendrisiotto - das laut Definition des Schweizer Historikers Gonzague de Reynold die "Speerspitze" des Tessins darstellt, die in die Poebene eindringt - beschränkt sich gewiss nicht auf die Historischen Prozessionen von Mendrisio in der Karwoche. Von Chiasso bis Bissone, dem Geburtsort des Barockarchitekten Francesco Borromini, gibt es unzählige Orte, die einen längeren Besuch wert sind.

Im Bereich der religiösen Themen haben Besucher, die in den Bezirk gekommen sind, die Möglichkeit, verschiedene Sakralbauten von einer gewissen historischen und künstlerischen Bedeutung zu besichtigen.

Um nur die wichtigsten zu nennen: In San Vitale finden wir das Baptisterium von San Giovanni, das älteste noch vollständig intakte christliche Gebäude, das in der Schweiz erhalten ist, und den Tempel Santa Croce, eines der kostbarsten Beispiele der Architektur der Spätrenaissance auf internationaler Ebene. Die Wallfahrtskirche Santa Maria dei Miracoli in Morbio Inferiore und die Kirche Sant'Eusebio in Castel San Pietro sind die am besten erhaltenen Zeugnisse für den Tessiner Barock, während in Balerna heute noch der Palazzo della Nunziatura steht, in dem früher der apostolische Nuntius bei seinem Einzug in die Schweiz empfangen wurde. Im Valle di Muggio (das zur Schweizer Landschaft des Jahres 2014 gewählt wurde) gibt es weitere zahlreiche Beispiele für das Werk der Architekten Cantoni und Fontana, während an den Hängen des San Giorgio unzählige Spuren der Künstler aus der Bergregion zusehen sind (vor allem Francesco Antonio Giorgioli aus Meride, Antonio Rinaldi aus Tremona und Andrea Salvatore Aglio aus Arzo).

In Mendrisio gibt es auch beachtliche architektonische Bauten, wie das Ospedale della Beata Vergine, das umbenannt wurde in Palazzo Turconi (ein Werk von Luigi Fontana) und heute Sitz der Architektur-Akademie Mario Botta ist, der Palazzo Pollini im Stile des Spätbarocks, die Villa Argentina und die Casa Croci (oder Carlàsc), entworfen von dem Architekten Antonio Croci. In Castel San Pietro auf dem Gebiet von Loverciano steht die Villa Turconi, in Coldrerio, dem Geburtsort des Malers Pier Francesco Mola, und der Palazzo di Mezzana, der einst der Königin Maria Cristina von Sardinien gehörte und in dem heute das Kantonale Landwirtschaftliche Institut untergebracht ist.

Was das Angebot an Museen betrifft, gibt es in Ligornetto - heute ein Quartier der Stadt Mendrisio - das Museum Vela, das dem Bildhauer Vincenzo Vela gewidmet ist, und die Ausstellungsfläche in der Casa Pessina, während man in Chiasso das m.a.x. museo besuchen kann, das dem Schweizer Künstler Max Huber gewidmet ist. In Rancate befindet sich die Pinacoteca Züst, deren Dauerausstellung auch drei Leinwände von Giovanni Serodine beherbergt, darunter das berühmte Gemälde “Der Hl. Petrus im Kerker”. Ebenfalls in Mendrisio befindet sich das ehemalige Kloster der Serviten, heute Sitzt des Kunstmuseums, während sich in Merdie das Fossilienmuseum befindet, das die Funde vom Monte San Giorgio zeigt, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Gebiet wird weiter aufgewertet durch die Eröffnung des Antiquariums, das der archäologischen Ausgrabungsstätte in Tremona-Castello gewidmet ist. Das kulturelle Angebot wird durch zwei weitere Möglichkeiten abgerundet, die aus anthropologischer Sicht sehr interessant sind: das Museum der Bäuerlichen Zivilisation in Stabile und das MEVM, das Museo Etnografico della Valle di Muggio (Ethnographisches Museum des Valle Muggio), das in der wunderschönen Casa Cantoni in Cabbio untergebracht ist.

Besucher, die sich mehr für die landschaftlichen Besonderheiten dieses Gebiets interessieren, können ihre Neugier auf einem Spaziergang auf den Gipfel des Monte Generoso oder über die Hänge des Monte Bisbino stillen, entlang des Flusses Laveggio , oder im Valle della Motta, auf einem Spaziergang durch den Breggischluchten-Park oder durch die Galerien des Percorso del Cemento (Zementweg).